Gesetze & Themen

Bei der Fassaden- und Dachreinigung in Deutschland müssen verschiedene gesetzliche Vorschriften beachtet werden. Diese betreffen vor allem Umweltschutz, Arbeitssicherheit, Wasserrecht und Gewerberecht. Hier ist ein verständlicher Überblick über die wichtigsten Regelungen:

1. Wasserhaushaltsgesetz (WHG)

Das Wasserhaushaltsgesetz (WHG) regelt den Schutz von Gewässern.

  • Schmutzwasser darf nicht ungefiltert ins Grundwasser oder in die Kanalisation gelangen.
  • Bei Reinigungen (z. B. mit Chemie oder Graffiti-Entfernern) muss das Abwasser aufgefangen und fachgerecht entsorgt werden.

2. Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG)

Das Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) betrifft die Entsorgung von Abfällen.

  • Rückstände wie Farbpartikel, Moos, Algen oder Chemikalien gelten als Abfall.
  • Diese müssen ordnungsgemäß getrennt und entsorgt werden.

3. Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG)

Das Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) regelt Umweltbelastungen wie Lärm oder Schadstoffe.

  • Hochdruckreiniger oder Maschinen dürfen keine unzulässige Lärmbelästigung verursachen.
  • Chemische Reinigungsmittel dürfen keine schädlichen Emissionen freisetzen.

4. Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG)

Das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) schützt die Mitarbeiter.

  • Arbeitgeber müssen Gefährdungsbeurteilungen durchführen.
  • Schutzmaßnahmen wie PSA (Helm, Sicherung, Handschuhe) sind Pflicht.

5. Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV)

Die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) regelt den Einsatz von Arbeitsmitteln.

  • Geräte wie Hebebühnen, Leitern oder Hochdruckreiniger müssen geprüft und sicher sein.

6. DGUV Vorschriften (Unfallverhütung)

Die Regeln der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) sind besonders wichtig:

  • DGUV Vorschrift 1 (Grundsätze der Prävention)
  • DGUV Regel 101-038 (Arbeiten auf Dächern)
    → Hier geht es um Absturzsicherung, Schulung und sichere Arbeitsweise.

7. Gefahrstoffverordnung (GefStoffV)

Die Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) betrifft Reinigungsmittel:

  • Chemikalien müssen gekennzeichnet und sicher verwendet werden.
  • Sicherheitsdatenblätter müssen vorhanden sein.

8. Landesbauordnungen (LBO)

Je nach Bundesland gilt die jeweilige Landesbauordnung.

  • Regeln für Arbeiten an Gebäuden, z. B. Gerüste oder Genehmigungen.

9. Straßen- und Sondernutzungsrecht

Wenn öffentliche Flächen genutzt werden (z. B. Gehwege):

  • Oft ist eine Genehmigung der Stadt oder Gemeinde erforderlich.

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